18.05.-17.06.2025 Türkei

 

Am 18.Mai, um die Mittagszeit, war der Grenzübergang Georgien-Türkei sehr schnell erledigt. Die Landschaft war eine Fortsetzung derjenigen von Georgien mit weiten grünen Feldern in einer hügeligen Landschaft zwischen 1700-2000m. Lange fuhren wir entlang des Sees Aktas, der je zur Hälfte in Georgien und der Türkei liegt.

Gegen 18 Uhr fanden wir einen Nachtplatz auf einer Anhöhe 20 Km vor Tuzluca mit einem herrlichen Blick ins Tal.

 

Am 19. Mai verliessen wir den tollen Aussichtsplatz auf der Anhöhe vor Tuzluca und fuhren weiterhin entlang der armenischen Grenze. Bei Karabulak sahen wir verhüllt den Ararat von der türkischen Seite. Da realisierten wir, welchen Umweg wir fahren mussten, statt direkt von Khor Virap in die Türkei zu gelangen.

 

Weiter über die Berge bis auf 2644 Höhe und herunter an den VAN See, wo wir Mittagspause machten.

 

Anschliessend dem See entlang Richtung Süden. Nach dem Verkehrsstau in der Stadt Van fanden wir gegen 18 Uhr einen Nachtplatz am Van See bei Dilkaya, ein Sumpfgebiet und darum ein Vogelparadies im Schilf mit wunderbarem Blick auf die Schneeberge. 

 

Am 20. Mai erwachten wir auf unserem Naturplatz bei 8° aber schönstem Wetter. Wir hatten herrlich geschlafen und ausser Vogelgezwitscher und Frösche, die quakten, hörte wir nichts. Wir sahen mövenartige Vögel, die kleiner als Meermöven sind und wie Enten schwimmen.
Karl bearbeitet am Morgen die Webpage Armenien Georgien.

 

Wir fuhren um 14 Uhr von unserem Platz weiter Richtung Süden um den Van See herum. Es dauerte lange bis wir den grossen Van See aus den Augen verloren. Unterwegs hatten wir einige Militärkontrollen, da wir im Grenzbereich von Armenien und Syrien fuhren. Wir fanden einen Nachtplatz auf einer Kuh- und Schafweide unweit eines Dorfes und wähnten uns sicher und in Ruhe.

 

Am 21. Mai, nach einer ruhigen Nacht, verliessen wir die Tierweide bei Altinova vor 9 Uhr.

 

Wir fuhren den ganzen Tag auf gut ausgebauter Strasse durch sehr schöne, bergige Landschaften in Anatolien. Wir hatten mehrere Jandarma (paramilitärische Polizei) Kontrollen. Unterwegs haben wir einen Metzger (Kasap) gefunden, wo wir Lammkotlett (Kuzu pizzola) kaufen konnten. Ebenfalls fanden wir Wein und Käse.

 

Vor Sonnenuntergang tranken wir unseren Aperitif und grillierten die Lammkotelett. Es war endlich wieder mal ein leckeres Essen.

 

Am 22. Mai erwachten wir bei schönem warmen Wetter, sodass wir draussen frühstücken konnten. Wir verliessen den Platz erst nach 9 Uhr und fuhren auf gut ausgebauter Strasse durch hügelige Landschaft.

 

mit viel Landwirtschaft und Aprikosenkulturen.

 

Ganz allgemein wird extrem viel gebaut, sei es Wohnblöcke oder gleich aussehende Häuscher.

 

Gegen 18 Uhr fanden wir einen Nachtplatz in der Nähe einer Schlucht bei Sugul Kanyonu und einer Fischzucht.

 

Am 23. Mai erwachten wir früh und frühstückten draussen. Dann ging es zu Fuss in die Schlucht. Wasserfälle über einem tosenden Sturtzbach von ungeheurer Wassermenge. Der Weg in der Schlucht war super ausgebaut. Irgendwann wurde hier investiert, ohne das Projekt zu Ende zu bringen.

 

Die Fischzucht wird im Augenblick renoviert bzw frisch aufgebaut.

 

Nach der Rückkehr vom Morgenlauf fuhren wir in Richtung Kayseri.

 

Neben dem hohen scheebedeckten Berg in Kayseri sahen wir schablonenhafte identische Reihen von Wohnklötzen.

 

20 Km nach Kayseri fanden wir auf einer Anhöhe einen Nachtplatz mit herrlichem Blick rundum.

 

Am 24. Mai erwachten wir mit Vogelgezwitscher in einer herrlichen Ruhe. Wir frühstückten draussen und anschliessend konnte Karl, wenn auch langsam, den Reisebericht Armenien/Georgien auf die Webseite laden. Wir fuhren erst nach dem Mittagessen nach Göreme.

 

Dort liefen wir auf einen Aussichtspunkt mit einem guten Überblick über die eigenartigen Felsen und Bergformationen von Göreme.

 

Anschliessend fuhren wir zu einem Nachtplatz etwas ausserhalb, wo wir morgen früh einen guten Ausblick auf das Ballonspektakel haben werden.

 

Am 25. Mai Tagwache um 5 Uhr. Als wir aus dem Fenster schauten waren die ersten Ballone schon gestartet.

 

Nach dem Frühstück fuhren wir zu einem Platz auf einem Felsen. Dort machten wir eine kleine Wanderung, um die Spitzberge von Göreme aus einem anderen Blickwinkel zu sehen. Der Blick von der Felsterrasse auf Göreme hinunter war beeindruckend.

 

Wir fuhren weiter über Uscisar, auch ein Touristenort, in Richtung Adana. An der Hauptstrasse D805 fanden wir einen Brunnen mit klarem Trinkwasser, wo wir unseren Wassertank auffüllten.

 

Die Landschaft veränderte sich, statt Obstbäume sahen wir Koniferen und in der Ferne Schneeberge. Wir fanden einen guten Nachtplatz vor dem Belemedik Nature Park.

 

Am 26. Mai verliessen wir unseren Nachtplatz vor dem Belemedik Nationalpark erst um 11 Uhr. Wir hatten etwas Mühe die normale Strasse nach Mersin zu finden, da nur die Autobahn ausgeschildert war. Die Nebenstrasse führte lange durch einen Wald. Unterwegs kauften wir Lammkotelett und unweit des Mittelmeeres fanden wir frisches Gemüse.

 

Mersin ist eine grosse Stadt mit viel Verkehr und zahlreichen Hochhäusern!!

 

Am 27.Mai schwammen wir vor dem Frühstück im Meer. Wir fuhren erst nach 10 Uhr von unserem Sandstrand weg. Anfangs Nachmittag, nach nur 66 km, fanden wir bei Bogsak einen Platz direkt am Meer.

 

Am 28. Mai haben wir den Strand von Bogsak erst kurz vor 14 Uhr verlassen. In Yesilovacik konnten wir Tunfisch kaufen. Anschliessend fuhren wir weiter zu einem Strand gegenüber der Insel Dana. Susanne kam hier mit einer Frau ins Gespräch, welche uns zu sich zum Essen einlud. Die Familie beklagte sich über die galoppierende Inflation. Beide arbeiten und gehörten zum Mittelstand, doch sie haben zunehmend Mühe mit den Ausgaben. Beide sind Anhänger von Kemal Atatürk.

 

Am 29. Mai verliessen wir den Hafen von Tasucu und fuhren nach Tisan. Diesen Ort hatte uns die türkische Familie angegeben, da es dort einen wunderschönen Strand links und rechts der Halbinsel geben soll. Tisan war enttäuschend, komplett zubetoniert, sodass wir wieder auf die Hauptstrasse zurückfuhren.

 

Die Küste war steinig und zerklüftet. Es war unmöglich einen Badeplatz oder einen Nachtplatz zu finden. Relativ spät am Abend fanden wir den Camping Dragon Cekim Plato Su mit schönem Sandstrand. Am Abend überraschte uns ein starkes Gewitter mit Blitz, Donner und starkem Regen.

 

Am 30. Mai erwachten wir bei schönstem Wetter, sodass wir beschlossen, heute und morgen zu bleiben und unsere Wäsche im Camping zu waschen, da eine Waschmaschine vorhanden ist.
Wir kamen mit Türken, die schon lange in London leben, ins Gespräch. Sie sind von der jetzigen Regierung hier sehr enttäuscht. Gesprochen hat Susanne auch mit einem Paar, er aus der Ukraine, aber in der Türkei aufgewachsen, sie eine Russin Tatarin, die ihr zweites Kind erwartet.
Am Nachmittag kamen wir ins Gespräch mit Erich und Sabine aus Graz, die sich in der Türkei sehr gut auskennen und das Land schätzen. Mit ihnen tranken wir türkischen Ouzo zum Apero. Am Abend haben wir zusammen Lammkottelet gegrillt und gegessen.

 

Nach 2 Tagen Ruhe fuhren wir am 01. Juni der Küste entlang weiter. Die Natur war noch unversehrt und wenig bebaut. Erreicht man aber einen Ort, so bekommt man wieder den Schablonen Bau Schock.

 

Wir fuhren bis vor Side, wo wir am Strand einen Nachtplatz gefunden haben. Hier kamen wir mit verschiedenen Türken ins Gespräch. Sie alle haben Mühe mit der grossen Inflation und dadurch mit den hohen Kosten, sodass sie nur mit Mühe über die Runden kommen. Alle sind unzufrieden mit ihrer Regierung. Um 22 Uhr wurden wir von der Jandarma weggejagt. Wir konnten nicht mit ihnen diskutieren. Wir fanden dann auf dem Municipal Parkplatz von Mangavgat einen Übernachtungsplatz.

 

Am 02 Juni haben wir einen Wellnesstag bei Bogaz Plage verbracht. Eine gewandte Türkin hatte uns ein Package verkauft, das zum Schluss über unserem Kostenrahmen war, aber sehr gesund war. Nach der Massage fuhren wir nach Side zu den römischen Ruinen.

Ganz nahe bei den römischen Ruinen fanden wir einen Campingplatz.

 

Am 03. Juni erwachten wir mitten im Touristenzentrum von Side. Der Campingplatz ist sehr gepflegt und unterhalten wie in der Türkei vor 20 Jahren.

 

Wir fuhren weiter in Richtung Antalya. Bei Kumluca fanden wir bei einem Restaurant im Bau einen Nachtplatz am Strand.

 

Am 04. Juni fuhren wir von Kumluca erst gegen 12 Uhr weg.

 

Die Landschaft dem Meer entlang war herrlich, doch sobald wir zu Ortschaften kamen sah es aus wie überall.

Wir erreichten am Abend Fethiye und etwas weiter den Camping Doga in Yanuklar.

 

Vom 05. – 7. Juni blieben wir auf dem Camping Doga. Wir hatten einen schönen Schattenplatz nahe beim Strand. Dort wurde die weitere Route der Heimreise geplant, die Fahrerkabine gereinigt, Büroarbeiten und viel Kleinzeug erledigt und organisiert. Die Tage vergingen wie im Flug. Der Campingplatz war von türkischen Grossfamilien belegt, um das bevorstehende Opferfest (Aid El Kebir) zu verbringen.

 

Am 08. Juni füllten wir den Wassertank mit Grundwasser auf und verliessen anschliessend den Camping Doga. Wir kamen ins Landesinnere durch Mugla, Grocek, Milas, Selimye. Wir fuhren den ganzen Tag durch eine hügelige Landschaft mit viel Wald, teilweise Oliven- und Feigenbäumen und in den Tälern Landwirtschaft mit Weizen und Gemüseanbau. Gegen Abend erreichten wir den Campingplatz beim Restaurant Ceri am Bafasee.

 

Am 09. Juni kaufen wir im Restaurant bzw. Camping 6 Liter Olivenöl, das sie in der eigenen Ölmühle kalt presssen. Anschliessend fuhren wir weiter in Richtung Ephesus. Ab Söke fuhren wir durch eine Mittelmeerlandschaft mit Olivenbäumen und Zypressen.

 

Anfangs Nachmittag erreichten wir das Haus der Jungfrau Maria in der Nähe von Ephesus. Der Ort wurde in Visionen von Anna Katharina Emmerick genau definiert und durch Archäologen bestätigt. Nach dem Besuch haben wir am Strand von Selcuk einen Nachtplatz gefunden, wohin nur Wagen mit Vierradantrieb gelangen können.

 

Es ist ein herrlicher Sandstrand. Wir genossen eine seltene Ruhe und Stille. Darum beschlossen wir bis am Freitag 13. Juni am Strand von Selcuk zu bleiben.

 

Am 13. Juni fuhren wir vom Strand Selcuk auf eine Anhöhe um Trinkwasser aufzufüllen. Wir fanden einen Brunnen mit Quellwasser, wo der Wasserdruck nicht stark war und wir darum eine Stunde brauchten um den Tank zu füllen. Anschliessend fuhren wir nach Torbak, wo Karl den Camper waschen konnte. Darauf Weiterfahrt nach Izmir, wo wir einkauften und ausserhalb der Stadt auf einem Teerplatz übernachteten.

 

Am 14. Juni fuhren wir zurück nach Izmir zum Bazar, da Susanne noch Gewürze und Küchenkräuter kaufen wollte. Gegen Mittag fuhren wir weg Richtung Canakkale. Im Laufe des Nachmittags erhielten wir ein WhatsApp von unseren Freunden aus Ufa (Russland), die wir vor einem Jahr in Georgien kennen gelernt hatten. Sie sind im Augenblick in Antalya und möchten uns treffen. Verschiedene Varianten werden diskutiert und wir einigen uns, sie am 16. Juni in Istanbul zu treffen. Sie fliegen von Antalya nach Istanbul, wir ändern sofort unsere Route und fahren statt nach Cannakale nach Istanbul.

 

Am 15. Juni fuhren wir nach 8 Uhr weg, um unseren Stellplatz vom Juni 2024 in Kadiköy, einem Vorort von Istanbul, heute noch zu erreichen.

 

Am 16. Juni treffen wir unsere Freunde Aigul und Ravil, aus Ufa (Russland) am vereinbarten Treffpunkt. Wir haben zusammen in einem Restaurant in der Altstadt sehr gut gegessen und weissen Wein getrunken. Es war ein tolles Treffen nach einem Jahr und wir verstanden uns bestens. Da sie selber gerne reisen, haben sie unsere Reise intensiv verfolgt. Um 17 Uhr begleiteten wir sie zum Taxi, der sie zum Flughafen brachte. Wir verliessen eine Stunde später den Stellplatz, um am selben Tag durch den Verkehrsstau in Istanbul zu fahren. Am Abend fanden wir kurz vor Dämmerung einen Platz bei Silivri am Marmara Meer.

 

Am 17. Juni fuhren wir nach Silivri – Tekirdag und weiter zur Grenze Türkei – Griechenland. Die Formalitäten waren schnell und problemlos erledigt und 30 Min später waren wir in Griechenland.

 

Wir haben jetzt noch etwas Zeit in Griechenland. Unsere Fähre fährt am 30.Juni ab Igoumenitsa nach Ancona. Wir werden über Italien – Frankreich nach Hause fahren und ungefähr Mitte Juli wieder in Schwerzenbach sein.

Related Images: