21.06.-01.08.2026 Uruguay

Am 21. Juni stehen wir früh auf, packen die letzten Sachen in die Reisetaschen und Rucksäcke. Nach 14 Uhr fährt uns Claudia, die uns auch die Wohnung hütet, zum Flughafen. Am Flughafen treffen wir Idda und Markus zum Abschiedskaffee. Plötzlich stellt Susanne fest, dass sie ihren warmen Mantel im Auto hat liegen lassen. Ein Telefon an Claudia und Sie brachte den warmen Mantel zurück zum Flughafen. Vielen herzlichen Dank Claudia, Susanne hat jeden Tag hier in Südamerika den warmen Mantel an und käme ganz sicher nicht ohne ihn aus. – Ein doppelter Applaus.
Mit Idda und Markus hatten wir noch eine friedliche Zeit mit Gesprächen im Kaffee worauf sie uns zur Zollkontrolle begleiteten. Vielen herzlichen Dank Euch beiden für die Begleitung und jetzt die ganze Zeit während unserer Reise als «Briefträger».

 

Um 18:30 pünktlicher Abflug mit Air Europa nach Madrid und Ankunft um 21 Uhr
Nach 3 Std Aufenthalt Weiterflug direkt nach Montevideo. Da dieser Flug mit 5 Stunden Zeitverschiebung mehr als 12 Std dauert, hatten wir Business gebucht. Wir konnten gut schlafen und kamen ausgeruht in Montevideo an.

 

Zollkontrolle, Geldwechsel, SIM Karte kaufen waren schnell erledigt. Ich habe in der Schweiz ein Mietauto reserviert bis das Schiff mit unserem Camper ankommt. Die Vermietungsfirma holte uns am Flughafen ab und brachte uns zu ihrer Servicestelle.

Wir fuhren darauf zum Paraiso Suizo, ungefähr 60 km entfernt von Montevideo, wo wir ein Bungalow gemietet haben. Silvia, die Besitzerin, hat diesen sehr bekannten Platz bei Reisenden, zusammen mit ihrem verstorbenen Mann während mehr als 30 Jahren aufgebaut.

 

Wir verbrachten die Zeit mit langen Spaziergängen am Strand bei jedem Wetter, ruhigem und stürmischem Meer. Es war jedes Mal ein anderes Schauspiel.

 

Susanne wollte am ersten Sonntag einer Messe beiwohnen. Silvia organisierte ihre Freunde, Pitty und Niki die unweit wohnen. Diese nahmen sie mit zu einer kleinen Kapelle für den Gottesdienst. Anwesend waren nur 4 Personen und ein Priester aus Brasilien, eine private Liturgie. Die Holzbänke und das Innere wurden von Niki gezimmert.

 

Wir befreundeten uns mit Pitty, aus Uruguay und ihrem Mann Niki, ein Schweizer. Niki und Pitty besitzen ein grosses Haus mit sehr viel Land, einem Schwimmbad, vielen verschiedenen Obstbäumen. Zum Geburtstag von Niki waren wir mit Silvia zu einem Raclette eingeladen, das sehr gut geschmeckt hat.

 

Niki und Pitty haben uns überdies zu einem Asado, wie das Grillfest in Uruguay heisst, eingeladen. Als Nachtisch, «Postre» auf Spanisch, hat Pitty eine selber hergestellte Torte serviert. Sie sah sehr reichlich aus, doch war sie leicht und aussergewöhnlich schmackhaft.

 

Susanne war mehrmals bei Pitty, um Spanisch zu üben. Sie machten zusammen auch Marmelade mit Zitronen aus dem Garten, wovon sie uns die Hälfte geschenkt hat. Danke Pitty, du bist eine aussergewöhnliche Küchen Zauberin!

Für den Geburtstag von Susanne machte Silvia ein sehr gutes Fondue mit Käse aus Uruguay, zu dem sie auch Pitty und Niki eingeladen hat. Wir haben den Geburtstag von Susanne zu fünft gefeiert. Silvia dir vielen herzlichen Dank, dein Fondue und dein Zitronendessert waren super.

 

Gemüse, Obst, Käse usw. kauften wir günstig auf den Märkten oder in kleinen Läden, die uns Silvia empfahl. Wir verbrauchten viel Zeit um zu den Märkten zu fahren, die am Mittwoch in Cuchilla Alta, am Donnerstag in La Floresta und am Samstag in Piriapolis stattfinden. Supermärkte wie in Europa, sind extrem teuer, da dort auch viele importierte Waren erhältlich sind.

 

Zweimal sind wir nach Punta del Este gefahren. Alles ist in dieser Stadt ist extrem teuer. Ferienhäuser, Hochhäusern ragen in den Himmel wie in Monte Carlo in Monaco. In der jetzigen Jahreszeit, Winter, ist die Stadt halbleer.

 

Punta del Este befindet sich am südlichsten Punkt von Uruguay. Dort fliesst der Rio de la Plata in den Atlantik. Montevideo sowie Buenos Aires liegen nicht am Atlantik, sondern an der breiten Mündung des Flusses «Rio de la Plata». Das Wahrzeichen von Punta del Este sind die 4 Finger. Der Daumen erinnert an denjenigen von Bildhauer Cesar den er für die Defense in Paris aus Bronze kreiert hat.

 

Einmal fuhren wir nach Atlántida um das Adlerhaus auf Spanisch «El Aguila» zu sehen. Das Innere ist im Winter für die Besichtigung geschlossen.

 

In Montevideo waren wir mehrmals, um diverse nötige Dokumente für den Camper zu erlangen.

 

Bei unserem täglichen Marsch am Strand haben wir auf einer Düne eine alte verlassene Kapelle entdeckt.

 

In Piriapolis waren wir mehrmals in verschiedenen Restaurants, wo man guten, frischen Fisch bekommt, allerdings so teuer wie in der Schweiz.

 

Am 27. Juli konnten wir endlich, nach drei Wochen Verspätung, unseren ersehnten Camper in Empfang nehmen. Das Prozedere dauerte gute 3 Stunden, da die Hafenarbeiter beim Mittagessen waren und danach das Netzwerk im Hafen gestört war. Die Zollabfertigung war speditiv und einfach. Bei zwei Fahrzeugen, die mit uns auf dem gleichen Schiff waren, wurde über die Dachluke eingebrochen und einiges gestohlen. Bei mir waren Sie auch auf dem Dach, denn ich habe schwarze Fusstritte auf der Fahrerkabine bemerkt. Da ich keine Dachluke habe, konnten sie nicht einbrechen.

 

Wir brauchten anschliessend 2 Tage, um unseren Camper fahrbereit zu organisieren. Alle Teile, die ich vor der Verschiffung aus Sicherheitsgründen abgeschraubt habe, mussten wieder eingebaut werden.

Wir luden Pitty und Niki zu einem Essen in unserem Stammrestaurant Ocho Nudos in Piriapolis ein. Nach dem Essen fuhr uns Niki zur Kapelle Sankt Anton auf dem Berg bei Piriapolis. Sankt Anton hilft verlorene Gegenstände wiederzufinden

 

Susanne war oft bei Pitty um Spanisch zu üben. Doch es waren Spanischlektionen mit Zitronenmarmelade kochen aus dem Garten. Diese Stunden schätzte Susanne ausserordentlich. Am zweitletzten Tag haben uns Pitty und Niki zu sich eingeladen. Nach einem ausgiebigen Gartenbesuch gab es The mit selber gebackenem Zopf. Der grosse Garten pflegt Niki vorwiegend alleine. Er hält Niki in bewundernswerter Form – super! Pitty gab uns nochmals Marmelade, frische Zitronen, Salat und Kräuter aus dem Garten mit für die Reise.

 

Am Freitag 31.Juli nahmen wir Abschied von Silvia im Paraiso Suizo. Wir danken dir Silvia für deine hilfreichen Auskünfte und Ratschläge. Du hast uns diesen langen Aufenthalt im Paraiso Suizo angenehm gestaltet.
Pitty und Niki danken wir für den abwechslungsreichen Spanischunterricht, den Susanne immer sehr genossen hat. Es waren immer sehr kurzweilige Nachmittage. Ausserdem waren wir oft bei Euch eingeladen und haben sehr viel aus Eurem Garten erhalten.

Wir möchten Silvia, Pitty und Niki sehr herzlich danken für alles was sie für uns getan haben. Wir werden diesen Aufenthalt nie vergessen und freuen uns auf ein Wiedersehen.

 

Am verregneten Samstag, 01. August standen wir im Nationalpark Santa Teresa und haben diese Homepage vorbereitet. Am nächsten Tag fahren wir über die Grenze nach Brasilien.
Was wir dort erleben, könnt ihr im nächsten Bericht nachlesen.

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